mangalitza total

Mal ehrlich: wie vielen Schweinen geht es heute noch “saugut”? Das sprichwörtliche “Schweineleben” hat inzwischen ja leider seine Bedeutung verloren und für die meisten Tiere ist es wahrscheinlich gar nicht schlecht, dass ihr unwürdiges Dasein bereits nach sechs Monaten ein Ende findet. Unsere Mangalitzaschweine allerdings leben langsam. Und weil sie sich in der freien Natur so viel bewegen, wachsen sie auch langsam, was ihnen ein unbekümmertes Leben von eineinhalb Jahren beschert und die Qualität des Fleisches erheblich steigert. Unser Neusetzer hat den Anfang gemacht und dem Wollschwein buchstäblich den Rücken gestärkt. Inzwischen liegt es uns am Herzen, das wertvolle Grundmaterial so ganzheitlich wie möglich zu verarbeiten. Von der würzigen Salami über süße Grammelkekse bis zur duftenden Seife.

und überall

Das schwalbenbäuchige Mangalitzaschwein zählt zu den ältesten rein erhaltenen Schweinerassen Europas und seine Zucht lässt sich bis ins 12. Jhdt. zurück verfolgen. Mit mehr als 6 Millionen Exemplaren bestritt die Rasse im alten Österreich-Ungarn 94% der gesamten Schweinepopulation. Weil das Tier aber nicht abspecken wollte, als die Menschen nach dem 2. Weltkrieg nur noch von Schinken träumten, fand es sich 1999 auf der “Liste der gefährdeten Haustierrassen” wieder. Vor drei Jahren nahmen wir die ersten Wollschweine bei uns auf, mit der Vision, sie in unserer Region wieder anzusiedeln. Es hat eine zeitlang gedauert, bis sich dieser Gedanke fortpflanzte, doch inzwischen haben bereits zwei Landwirte die Aufzucht für uns übernommen. Und wir hoffen, dass die “Wollschweingemeinde” weiter wächst!