Sieben Mal ganz sanft

Der neue Keller ist jetzt voll funktionsbereit und das Besondere daran ist kompliziert und einfach zugleich. Vom Rebeln bis zur Flaschenabfüllung kann dank ausgeklügelter Technik komplett ohne Einsatz von Pumpen gearbeitet werden. Schon seit einigen Jahren haben Qualitätswinzer weltweit den Pumpeneinsatz reduziert und das Keltern damit immer schonender gestaltet. Bei den letzten Arbeitsgängen allerdings musste noch immer gepumpt werden und es hat Toni monatelange Kopfarbeit gekostet, bis er eine Lösung fand, auch diese Arbeiten der Schwerkraft zu überlassen, ohne dazu ein Hochhaus bauen zu müssen. Auf drei Ebenen wird im neuen Keller gearbeitet, wobei der zu befüllende Tank immer eine Ebene niedriger steht. Nach dem Füllen wird dieser mit einem Kran wieder eine Ebene höher gehoben und der nächste Arbeitsschritt ist ohne Einsatz von Pumpen möglich. Im Jahr 2002 haben wir die Kellertechnik voll genutzt und alles hat wunderbar funktioniert. Toni ist seinem Ziel, so naturnah wie möglich zu arbeiten einen großen Schritt näher gekommen und wir sind neugierig, wie unsere Freunde und Kunden die Früchte dieser Arbeit beurteilen.

Beim Keltern wird das Traubenmaterial acht mal von einem Tank in den anderen, bzw. in Maischetank und Füll- maschine gepumpt. Soll die Schwerkraft alle Pumpen ersetzen, erfordert das theoretisch acht Etagen. Ein ausgeklügeltes Kran- system ermöglicht die Arbeit auf drei Ebenen.