| Das Aufregende am Wein ist bekanntlich sein Eigenleben,
das Winzer und Weinfreund gleichermaßen spannende Erlebnisse beschert.
Lage und Boden des Weingartens, Rebsorte, Vinifizierung und Wetter beeinflussen
dieses Leben. Die südländische Witterung im Jahr 2003 sorgte
insgesamt für höhere Zuckergradationen und niedrigere Säurewerte
als üblich, wobei die kühlen Nächte ab Ende August die
Zucker-reife zum Glück etwas bremsten und die Aro-menbildung in erstaunlicher
Geschwindigkeit verstärkten. Wichtig war auch der Regen Anfang September,
der wieder Frische in die Beeren brachte, wenn auch der Jahrgang generell
nicht für leichte, spritzige Weine Pate stehen kann. Ein frühzeitig
angesetzter Lesezeitpunkt ermöglichte trotzdem fruchtbetonte Weißweine
mit steirischer Säurestruktur. Höhere Reifetöne bei den
Burgundersorten und exotische Fruchtnuancen sorgen für Spannung.
Unsere (ersten) Auslesen von Morillon und Welschriesling hoffentlich auch.
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